Rechtsschutzversicherte mit Flug- und Reiserechtsproblemen treten typischerweise zuerst an ihren Versicherer heran. Die materielle Rechtslage ist regelmäßig klar: EU-VO 261/2004 regelt Fluggastrechte abschließend, §§ 651a ff. BGB regeln Pauschalreisemängel.
Der Engpass entsteht in der operativen Strukturierung des Falls, von der Erstkontaktaufnahme über die Datenerfassung bis zur Verfahrensführung. Klassische Mandatsstrukturen sind für die Bearbeitung von Volumen aus rechtsschutzversicherten Reisefällen nicht ausgelegt. Notwendig ist eine institutionelle Anbindung zwischen Rechtsschutzversicherer und einer spezialisierten Kanzlei.
Genau hier kommt Skribe ins Spiel.
Wenn die Versicherung greift, aber der Anwalt fehlt
Die Allianz Rechtsschutz-Service GmbH ist Marktführer im deutschen Rechtsschutz. Millionen Versicherte tragen ihren Schutz in der Tasche. Wenn etwas passiert, übernimmt die Versicherung die Kosten, Anwalt, Gericht, Sachverständige. Der Rechtsschutz funktioniert.
Was die Versicherung nicht leistet, und auch nicht leisten soll: das Verfahren selbst zu führen. Dafür braucht es einen Anwalt. Und in spezialisierten Themen wie Flug- und Reiserecht braucht es einen Anwalt, der genau das tut, jeden Tag, in tausenden Fällen. Die Versicherung deckt das Kostenrisiko, den Fall führt der Anwalt.
Die Lücke zwischen Deckung und Verfahren
Für die Allianz Rechtsschutz war diese Lücke spürbar: Eingehende Anrufe in Flug- und Reisesachen aus Deutschland. Versicherte, die schnell und kompetent vertreten werden müssen. Sachverhalte, die nur mit strukturierter Datenaufnahme, Flugnummern, Buchungscodes, Reiseunterlagen, Belege, überhaupt durchsetzbar sind. Und ein Volumen, das ein klassisches Anwalts-Backoffice schnell überfordert.
Skribe hatte die juristische Spezialisierung. Was fehlte, war eine Schnittstelle, die das Anrufvolumen aufnimmt, strukturiert und ohne Reibung in das Anwaltsverfahren überführt.
Die strukturelle Hürde
Flug- und Reiserechtsfälle sind datenintensiv: Verbindungsdaten, Verspätungszeiten, Annullierungsgründe, Hotelvouchers, Mietwagenverträge, Pauschalreise-Bestätigungen. Wer diese Daten am Telefon nicht strukturiert aufnimmt, verliert Zeit, Beweise oder den Fall. Und ein klassisches Sekretariat ist für tausende Anrufe pro Quartal nicht ausgelegt.
Die Idee: Eine spezialisierte Direktanbindung
Die Lösung ist keine Software, die der Versicherte bedient. Sondern ein durchgängiger Workflow zwischen Allianz-Rechtsschutz-Hotline, UNOY und Skribe.
Der Versicherte ruft an. Die Allianz Rechtsschutz prüft die Deckung. Sobald der Fall vorliegt, übernimmt UNOY die strukturierte Aufnahme. Skribe führt das Verfahren. Für den Versicherten bleibt das, was er erwartet hat: ein Anruf, dann ein Anwalt, dann ein Ergebnis.
Was im Hintergrund passiert, UNOY
UNOY liefert die Infrastruktur hinter der Schnittstelle. Sie macht das, was ein klassisches Anwalts-Backoffice nicht in dieser Geschwindigkeit kann: das Volumen aufnehmen, sauber strukturieren und in die Kanzlei-Systeme überführen.
Konkret übernimmt UNOY vier Schritte. Die Telefonannahme nimmt den eingehenden Anruf strukturiert auf, mit Gesprächsleitfaden, Pflichtfeldern und Plausibilitätsprüfung direkt am Telefon. Bei der Reisedatenaufnahme werden Flugnummern, Buchungscodes, Pauschalreise-Daten, Schadenshöhe und beigebrachte Belege in einem einheitlichen Datenmodell erfasst. In der Datenstrukturierung und Übergabe entsteht aus dem Anrufprotokoll ein strukturierter Falldatensatz, der automatisiert in die Anwaltssoftware importiert wird, ohne manuelle Doppelerfassung. Und in der laufenden Sachbearbeitung übernimmt die KI-gestützte Bearbeitung Routineaufgaben: Schriftsatzentwürfe, Fristenmanagement, Folgekorrespondenz, Anspruchsberechnung. Der Anwalt prüft und zeichnet.
Was entsteht, ist kein Service im klassischen Sinn. Es ist ein funktionierendes System: Allianz Rechtsschutz bringt das Kostenrisiko und die Versicherten. UNOY bringt die Telefon- und Datenanbindung. Skribe führt das Verfahren und trägt die Verantwortung.